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Ihr Pizzastein-Ratgeber im Internet

Anleitung zu richtigen Benutzung eines Pizzasteins

Ein Pizzastein für den eigenen Backofen oder Grill ist eine tolle Möglichkeit, eine Pizza geschmacklich aufzuwerten, den Belag saftig zu halten und einen knusprigen Rand zu bekommen. Es ist auch gar nicht schwer, Schritt für Schritt zu einem tollen Endergebnis zu gelangen. In diesem Beitrag erkläre ich, wie Sie das anstellen und habe mich bemüht eine Anleitung zur Verwendung eines Pizzasteins zu erstellen. Diese gilt quasi für den Grill und den Backofen, weil es nicht viele Unterschiede gibt.

Schritt 1 – Die Anschaffung des Pizzasteins

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Wenn Sie schon einen Pizzastein* haben, sollten Sie eigentlich unten bei Schritt 2 weiterlesen. Anderenfalls sollten Sie vor dem Kauf eines Pizzasteins ein paar Dinge beachten:

  • Neben dem Material (hier dazu mehr: Pizzastein – welches Material?) sind auch Form, Größe und Dicke entscheidend. Eine wichtige Faustregel dabei lautet: Je dicker der Pizzastein, desto länger ist auch seine Wärmespeicherung. Ich persönlich bevorzuge Schamottesteine, weil diese im Handling praktisch und natürlich sind und eine hervorragende Wärmespeicherung besitzen.
  • Beachten Sie vor dem Kauf vor allem eines: Der Pizzastein sollte natürlich immer in den Backofen passen. Messen Sie daher Ihren Ofen unbedingt auf, denn Normmaße suchen Sie hier vergeblich. Wenn Sie nämlich nicht aufpassen, müssen Sie eventuell das machen: Pizzastein schneiden und kürzen.
  • Auch die Form (rund oder eckig) kann bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Ich habe von jeder Gattung bereits einen Stein getestet: Verschiedene Pizzasteine im Test.

Haben Sie sich entschieden und ist das gute Ding bei Ihnen daheim angelangt, kann es auch schon los gehen:

Schritt 2 – Den Pizzastein aufheizen

Als nächsten müssen Sie Ihren Pizzastein erhitzen, sodass dieser später die gespeicherte Wärme wieder abgeben kann. Befolgen Sie dazu und auch was die maximalen Temperaturen angeht, unbedingt die Bedinungsanleitung. In aller Regel halten Schamotte- oder Cordieritsteine mehrere Hundert Grad Celsius aus und haben mit üblichen Temperaturen in einem Backofen oder Grill (230 bis 350 °Celsius) keine Probleme.

Anleitung Pizzastein

Heizen Sie den Pizzastein im Backofen (oder im Grill) vor.

Legen Sie den Pizzastein* also im noch kühlen Zustand auf den Rost im Backofen oder den Grill. Er wird dann mit dem Vorheizen langsam aber stetig erwärmt.

Er sollte zudem überall gut und satt aufliegen und von allen Seiten frei zugänglich für die Wärme sein (also nicht auf dem Backblech direkt aufliegen).

Legen Sie insbesondere Cordierit- oder Schamottesteine nie in einen heißen Backofen. Die Temperaturunterschiede sind oft so hoch, dass es zum Materialbruch kommen kann.

Je dicker die Steinplatte ist, desto länger dauert das aufheizen. Rechnen Sie grob zwischen 30 und 60 Minuten dafür.

Genauere Anhaltspunkten habe ich hier:

  • Bis 2,5 cm: Etwa 25 bis 35 Minuten
  • 3-4 cm: Etwa 35 bis 45 Minuten
  • 5 cm: Mehr als 45 Minuten

Eine Sache noch bei Grills: Lassen Sie die Glut (oder bei Gasgrills die Heizquelle) nie direkt unter dem Stein, sondern beheizen Sie diesen indirekt. Im Backofen passiert ja auch nichts Anderes. Mehr dazu habe ich auch hier beschrieben: Eine Pizza auf dem Grill mit einem Pizzastein zubereiten.

Schritt 3 – Die Pizza (bzw. das Backgut) in den Ofen schieben

Pizzastein Anleitung

Geben Sie die Pizza in den Backofen

Ist der Stein fertig erhitzt, können Sie nun die fertig vorbereitete Pizza (oder Baguettes, Brot, Flammkuchen, etc.) hineinschieben. Dies machen Sie am besten mit einer geeigneten Schaufel oder einem Pizzaschieber.

Alternativ dazu können Sie die Pizza auf ein Backpapier legen und auf dem Stein platzieren. Dann müssen Sie aber das Backpapier unbedingt wieder herausziehen. Backpapier auf dem Pizzastein ist ein No-Go! Warum? Das lesen Sie hier: Den Pizzastein mit Backpapier nutzen?

Wenn Sie nur eine Pizza oder zwei Pizzen zubereiten, könnten Sie das Backrohr nun abschalten (müssen aber nicht). Der Stein sollte so viel Wärme gespeichert haben, dass Sie für wenige Pizzen auskommen. Für mehrere Pizzen sollten Sie aber den Backofen eingeschaltet lassen, um zu verhindern, dass der Stein auskühlt.

Rechnen Sie in Abhängigkeit der Dicke Ihres Pizzasteins in etwa mit folgenden Backzeiten:

  • 2 cm Pizzastein: Etwa 8 bis 10 min.
  • 3 cm Pizzastein: Etwa 5 bis 6 min.
  • 4 cm Pizzastein: Etwa 4 bis 5 min.
  • 5 cm Pizzastein: Etwa 2 bis 4 min.

Dabei handelt es sich aber um grobe Richtwerte, die abhängig von der Temperatur im Backrohr, der Leistungsfähigkeit des Geräts und der Masse des Pizzasteins an sich sind.

Schritt 4 – Die Pizza entnehmen und den Backofen auskühlen lassen

Zum Schluss: Pizza entnehmen und genießen.

Ist Ihre Pizza schön goldbraun gebacken und sieht saftig aus, entnehmen Sie diese aus dem Backofen und lassen den Ofen auskühlen. Nehmen Sie Ihren Pizzastein* erst heraus, wenn er wirklich ausgekühlt ist.

Ich hoffe die Pizza ist gelungen und schmeckt!

Danach könnten Sie den Pizzastein gegebenenfalls reinigen (mehr dazu hier: Pizzastein reinigen). Halten Sie diesen aber nicht unter Wasser (vor allem Schamotte nehmen viel Wasser auf und das mindert künftig die Leistungsfähigkeit des Steins Feuchtigkeit aufzunehmen).

Besser ist es, Krusten und Flecken vorsichtig abzuschaben. In Wirklichkeit müssen Sie nicht einmal das machen. Durch die immerwährenden hohen Temperaturen bei der Nutzung des Steins werden Keime und Bakterien abgetötet. Bei einem fleckigen Schamotte-Pizzastein handelt es sich also in erster Linie um einen optischen aber keinen hygienischen Mangel.

Die Pizzastein Anleitung – Fazit

Wie Sie sehen (oder besser gesagt lesen) konnten, ist die Nutzung eines Pizzasteins*überhaupt nicht schwer. Mit maximal vier sehr einfachen und nachvollziehbaren Schritten kommen Sie nach rund einer Stunde zu einer fertigen und guten Pizza.

Lesen Sie aber immer auch die Nutzungsanleitungen des jeweiligen Herstellers durch. Schließlich ist nicht jeder Pizzastein gleich in der Handhabung.

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